Anleiheauktion
Auch gesucht als: Auktion, Bid-to-Cover-Ratio, Emissionsauktion, Tender, Treasury-Auktion
- 🇬🇧 Englisch
- bond auction
- 🇫🇷 Französisch
- adjudication d'obligations
- 🇮🇹 Italienisch
- asta di obbligazioni
Bei einer Anleiheauktion verkauft ein Staat neue Anleihen an Banken und institutionelle Anleger. Die Bieter nennen Betrag und Preis, zu dem sie kaufen wollen; die Zinskosten ergeben sich aus der Nachfrage.
Die meisten Staaten finanzieren sich über regelmässige Auktionen nach einem veröffentlichten Kalender. Die Nachfrage wird oft an der Bid-to-Cover-Ratio gemessen: dem Verhältnis zwischen allen eingereichten Geboten und dem tatsächlich zugeteilten Betrag. Ein Wert von 2,5 bedeutet, dass zweieinhalbmal so viel geboten wurde wie verkauft. Bei US-Treasuries achten Händler zudem auf den «Tail», also darauf, ob die Rendite höher ausfällt als am Markt vorher erwartet.
Auch die Eidgenossenschaft gibt ihre Anleihen und Geldmarktbuchforderungen über Auktionen aus; die SNB führt diese im Auftrag des Bundes durch. Schwache Auktionen mit wenig Nachfrage können die Renditen am ganzen Anleihenmarkt nach oben treiben, besonders wenn ein Staat einen hohen Finanzierungsbedarf hat. Sie gelten deshalb als Stimmungsbarometer für das Vertrauen der Anleger in die Staatsfinanzen.
Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.