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Halbleiterzyklus

Auch gesucht als: Chipzyklus, Schweinezyklus Chips, Semiconductor Cycle, Halbleiterflaute, Chipmangel

🇬🇧 Englisch
semiconductor cycle
🇫🇷 Französisch
cycle des semi-conducteurs
🇮🇹 Italienisch
ciclo dei semiconduttori
Kurz erklärt

Der Halbleiterzyklus beschreibt das wiederkehrende Auf und Ab der Chipbranche: Auf Phasen mit Knappheit, steigenden Preisen und hohen Investitionen folgen Phasen mit Überangebot, vollen Lagern und sinkenden Preisen.

Der Zyklus entsteht, weil neue Chipfabriken Jahre bis zur Fertigstellung brauchen. Ist die Nachfrage hoch, bauen alle Hersteller gleichzeitig Kapazitäten aus; kommen diese auf den Markt, wenn die Nachfrage bereits nachlässt, entsteht ein Überangebot. Das Muster erinnert an den aus der Landwirtschaft bekannten «Schweinezyklus». Verstärkt wird es durch Kunden, die in Knappheitsphasen mehr bestellen als nötig und ihre Lager später wieder abbauen.

Ein bekanntes Beispiel war der Chipmangel 2021, als Autohersteller ihre Produktion drosseln mussten, gefolgt von einer Flaute bei Speicherchips 2022/2023. Halbleiteraktien schwanken deshalb stark und gelten als Frühindikator: Sie steigen oft schon, bevor sich die Zahlen verbessern. Anleger beobachten Lagerbestände, Auftragseingänge und die Investitionspläne der grossen Hersteller. Der KI-Boom hat einzelne Segmente zeitweise vom übrigen Zyklus entkoppelt.

Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.