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Initial Coin Offering (ICO)

Auch gesucht als: ICO, Token-Verkauf, Token Sale, Token-Emission, Crowdsale

🇬🇧 Englisch
initial coin offering (ICO)
🇫🇷 Französisch
offre initiale de jetons (ICO)
🇮🇹 Italienisch
offerta iniziale di moneta (ICO)
Kurz erklärt

Ein Initial Coin Offering (ICO) ist eine Finanzierungsform, bei der ein Projekt neu geschaffene Token gegen Kryptowährungen oder Geld an Anleger verkauft, um seine Entwicklung zu finanzieren.

Der Name lehnt sich an den Börsengang (IPO) an, doch die Unterschiede sind gross: Anleger erhalten meist keine Aktien, sondern Token, die ein Nutzungsrecht, eine Zahlungsfunktion oder eine Beteiligung an künftigen Erträgen versprechen. Grundlage ist oft nur ein White Paper. Ihren Höhepunkt erlebten ICOs 2017 und 2018, als Projekte teils dreistellige Millionenbeträge einsammelten. Viele davon scheiterten, einige erwiesen sich als Betrug, und zahlreiche Token verloren fast ihren gesamten Wert.

Die FINMA veröffentlichte 2018 eine Wegleitung zu ICOs und teilte Token in Zahlungs-, Nutzungs- und Anlage-Token ein. Je nach Ausgestaltung gelten Anlage-Token als Effekten, womit Regeln des Finanzmarktrechts und der Geldwäschereibekämpfung greifen können. Später wurden ICOs teilweise durch Security Token Offerings (STO) und Verkäufe über Kryptobörsen abgelöst, die stärker reguliert sind. Für Anleger bleibt das Risiko eines Totalverlusts hoch, weil Informationspflichten und Anlegerschutz oft deutlich schwächer sind als bei einem Börsengang.

Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.