Renditeabstand
Auch gesucht als: Zinsabstand, Zinsdifferenz, Risikoaufschlag, Renditedifferenz, Credit Spread
- 🇬🇧 Englisch
- yield spread
- 🇫🇷 Französisch
- écart de rendement (spread)
- 🇮🇹 Italienisch
- spread di rendimento
Der Renditeabstand ist der Unterschied zwischen den Renditen zweier Anleihen – meist zwischen einem Land und einem besonders sicheren Referenzland wie Deutschland. Er misst, wie viel mehr Zins Anleger für das höhere Risiko verlangen.
In der Eurozone wird der Abstand meist zu deutschen Bundesanleihen gemessen und in Basispunkten angegeben. Steigt er stark an, ist das ein Warnsignal: Anleger zweifeln an der Finanzlage des Landes oder an seiner politischen Stabilität. In der Eurokrise 2011/2012 lag der Abstand für Italien zeitweise über 500 Basispunkten, für Griechenland noch weit höher.
Auch bei Unternehmensanleihen spricht man vom Renditeabstand (Credit Spread) gegenüber Staatsanleihen. Er steigt typischerweise in Rezessionen, weil dann mehr Firmen in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Für Schweizer Anleger ist der Abstand in Europa auch deshalb interessant, weil steigende Spannungen oft den Franken stärken.
Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.