Warnstreik
Auch gesucht als: Streik, Tarifrunde, Arbeitskampf, Arbeitsniederlegung, Warning Strike
- 🇬🇧 Englisch
- warning strike
- 🇫🇷 Französisch
- grève d'avertissement
- 🇮🇹 Italienisch
- sciopero di avvertimento
Ein Warnstreik ist eine kurze, zeitlich begrenzte Arbeitsniederlegung während laufender Lohnverhandlungen. Die Gewerkschaft will damit Druck auf die Arbeitgeber ausüben, ohne gleich einen unbefristeten Streik auszurufen.
Typisch sind Warnstreiks in Deutschland: Nach Ablauf eines Tarifvertrags endet die Friedenspflicht, und Gewerkschaften wie Verdi, IG Metall oder die Lokführergewerkschaft GDL legen Betriebe, Flughäfen oder den Bahnverkehr für einige Stunden oder Tage still. Ein unbefristeter Streik setzt dagegen meist eine Urabstimmung der Mitglieder voraus. Warnstreiks sollen zeigen, dass die Belegschaft mobilisierbar ist, und die Verhandlungen beschleunigen.
In der Schweiz sind Streiks vergleichsweise selten. Die Bundesverfassung anerkennt das Streikrecht zwar, aber nur unter Bedingungen, etwa wenn es um Arbeitsbeziehungen geht und keine Friedenspflicht entgegensteht. Viele Gesamtarbeitsverträge enthalten eine solche Pflicht, und Konflikte werden meist zwischen den Sozialpartnern gelöst. Für Anleger können Streiks Produktionsausfälle, Lieferverzögerungen und höhere Lohnabschlüsse bedeuten – betroffen sind etwa Fluggesellschaften, Logistiker oder Industriekonzerne mit deutschen Werken.
Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.