Bereinigter Gewinn
Auch gesucht als: Kerngewinn, Non-GAAP, bereinigtes EBITDA, operatives Kernergebnis, Core EPS
- 🇬🇧 Englisch
- adjusted earnings (core)
- 🇫🇷 Französisch
- bénéfice ajusté (core)
- 🇮🇹 Italienisch
- utile rettificato (core)
Der bereinigte Gewinn ist ein vom Unternehmen selbst berechnetes Ergebnis, bei dem Einmaleffekte und bestimmte Sonderposten herausgerechnet werden. Er soll die laufende Ertragskraft besser zeigen als der ausgewiesene Gewinn.
Herausgerechnet werden typischerweise Restrukturierungskosten, Abschreibungen auf Übernahmen, Wertminderungen, Gewinne aus Verkäufen oder Kosten für Rechtsfälle. Weil diese Kennzahlen nicht von den Rechnungslegungsstandards vorgegeben sind, spricht man von Non-GAAP- oder alternativen Leistungskennzahlen. Schweizer Pharmakonzerne wie Roche und Novartis stellen etwa den Kerngewinn je Aktie (Core EPS) und das operative Kernergebnis in den Vordergrund.
Bereinigte Zahlen sind nützlich, um den Geschäftsgang über mehrere Jahre zu vergleichen, verlangen aber einen kritischen Blick. Jede Firma definiert selbst, was sie herausrechnet, und wiederkehrende «Sonderkosten» verschönern das Bild. Unternehmen müssen die Überleitung zum ausgewiesenen Gewinn offenlegen. Eine grosse, dauerhafte Lücke zwischen beiden Zahlen ist für Anleger ein Warnzeichen.
Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.