Bruttoanlageinvestitionen
Auch gesucht als: Ausrüstungsinvestitionen, Bauinvestitionen, Anlageinvestitionen, Gross Fixed Capital Formation, GFCF
- 🇬🇧 Englisch
- gross fixed capital formation
- 🇫🇷 Französisch
- formation brute de capital fixe
- 🇮🇹 Italienisch
- investimenti fissi lordi
Bruttoanlageinvestitionen umfassen alle Ausgaben von Unternehmen, Staat und Haushalten für dauerhafte Produktionsmittel wie Maschinen, Fahrzeuge, Gebäude, Infrastruktur und Software. Sie sind ein wichtiger Teil des Bruttoinlandprodukts.
In der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung werden sie meist in zwei Gruppen aufgeteilt: Ausrüstungsinvestitionen wie Maschinen, Computer, Fahrzeuge und immaterielle Anlagen wie Software oder Forschung, sowie Bauinvestitionen in Wohnungen, Geschäftsgebäude und Infrastruktur. «Brutto» bedeutet, dass der Ersatz abgenutzter Anlagen mitgezählt wird. Zieht man die Abschreibungen ab, erhält man die Nettoinvestitionen, die zeigen, ob der Kapitalstock tatsächlich wächst.
Investitionen reagieren stark auf die Konjunktur: Sind Firmen unsicher über die Nachfrage oder steigen die Zinsen, verschieben sie Projekte. Deshalb schwanken sie stärker als der Konsum und gelten als Frühindikator für Wachstum und Beschäftigung. Für Anleger sind die Zahlen wichtig, weil Hersteller von Investitionsgütern – in der Schweiz etwa Maschinenbauer und Bauzulieferer – direkt von einem Investitionsaufschwung profitieren. Langfristig hängen auch Produktivität und Wohlstand von ausreichenden Investitionen ab.
Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.