🧱 Grundlagen

Zyklische Aktie

Auch gesucht als: Zykliker, zyklische Werte, konjunktursensitiv, Cyclicals, konjunkturabhängige Aktien

🇬🇧 Englisch
cyclical stock
🇫🇷 Französisch
valeur cyclique
🇮🇹 Italienisch
titolo ciclico
Kurz erklärt

Zyklische Aktien stammen von Unternehmen, deren Geschäft stark vom Konjunkturverlauf abhängt: Im Aufschwung steigen Umsatz und Gewinn deutlich, im Abschwung brechen sie ein.

Zu den Zyklikern zählen Industrie- und Maschinenbaufirmen, Bauzulieferer, Rohstoff- und Chemiekonzerne, Autohersteller, Logistik, Halbleiter sowie Luxusgüter und Reisebranche. In der Schweiz gelten etwa Holcim, ABB, Sika, Kühne+Nagel oder Personaldienstleister wie Adecco als konjunktursensitiv. Weil ein hoher Teil ihrer Kosten fix ist, schwanken die Gewinne stärker als der Umsatz.

Zyklische Aktien steigen oft schon, bevor sich die Wirtschaft sichtbar erholt, weil die Börse die Zukunft vorwegnimmt. Umgekehrt fallen sie häufig vor einem Abschwung. Frühindikatoren wie Einkaufsmanagerindizes werden deshalb genau verfolgt. Eine Eigenheit: Auf dem Höhepunkt des Zyklus wirkt das KGV wegen der hohen Gewinne oft tief, in der Krise hoch – ein tiefes KGV ist bei Zyklikern also nicht automatisch ein Kaufsignal.

Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.