Chapter 7 und Chapter 11
Auch gesucht als: Chapter 11, Chapter 7, Gläubigerschutz, US-Insolvenzrecht, Nachlassstundung
- 🇬🇧 Englisch
- Chapter 7 and Chapter 11
- 🇫🇷 Französisch
- Chapter 7 et Chapter 11 (droit américain de la faillite)
- 🇮🇹 Italienisch
- Chapter 7 e Chapter 11 (diritto fallimentare USA)
Chapter 7 und Chapter 11 sind die beiden wichtigsten Verfahren im US-Insolvenzrecht. Chapter 7 führt zur Auflösung eines Unternehmens, Chapter 11 erlaubt eine Sanierung unter Gläubigerschutz bei weiterlaufendem Betrieb.
Die Bezeichnungen stammen aus den Kapiteln des amerikanischen Konkursgesetzes (Bankruptcy Code). Bei Chapter 7 setzt ein Gericht einen Treuhänder ein, der das Vermögen verkauft und den Erlös an die Gläubiger verteilt. Bei Chapter 11 führt das Unternehmen sein Geschäft meist unter dem bisherigen Management weiter, während es mit den Gläubigern einen Sanierungsplan aushandelt. Zahlungsforderungen sind in dieser Zeit eingefroren, und neue Kredite können vorrangig behandelt werden.
Das Schweizer Pendant zu Chapter 11 ist am ehesten die Nachlassstundung nach dem Schuldbetreibungs- und Konkursgesetz: Ein Gericht schützt die Firma für eine befristete Zeit vor Betreibungen, damit sie sich sanieren oder einen Nachlassvertrag mit den Gläubigern schliessen kann. Für Aktionäre endet ein Chapter-11-Verfahren dennoch häufig mit einem Totalverlust, weil die Gläubiger im Gegenzug für Forderungsverzichte die Aktien des sanierten Unternehmens erhalten.
Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.