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Frachtderivat

Auch gesucht als: Forward Freight Agreement, FFA, Frachtterminkontrakt, Freight Derivative, Frachtfuture

🇬🇧 Englisch
freight derivative (forward freight agreement, FFA)
🇫🇷 Französisch
dérivé de fret
🇮🇹 Italienisch
derivato sul nolo
Kurz erklärt

Ein Frachtderivat ist ein Finanzkontrakt, mit dem sich Reedereien, Rohstoffhändler und Investoren gegen schwankende Frachtraten in der Seeschifffahrt absichern oder auf deren Entwicklung setzen.

Die wichtigste Form ist das Forward Freight Agreement (FFA). Zwei Parteien vereinbaren eine Frachtrate für eine bestimmte Route, einen Schiffstyp und einen künftigen Zeitraum. Bei Fälligkeit wird die vereinbarte Rate mit einem Durchschnitt der tatsächlich veröffentlichten Raten verglichen, wie sie etwa die Baltic Exchange in London ermittelt, und die Differenz wird in bar ausgeglichen. Ein Schiff wird dabei nicht gechartert. Heute werden FFAs meist über Clearinghäuser abgewickelt, was das Ausfallrisiko senkt.

Frachtraten für Massengut, Tanker und Container schwanken oft extrem, etwa durch Konjunktur, Kanalsperrungen, Kriege oder Engpässe in Häfen. Ein Getreidehändler, der in einigen Monaten Ware verschiffen muss, kann mit einem FFA seine Transportkosten fixieren; eine Reederei sichert umgekehrt ihre Einnahmen. Die Region Genf ist ein bedeutendes Zentrum für Rohstoffhandel und Schifffahrt, wodurch solche Instrumente auch für Schweizer Firmen eine Rolle spielen.

Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.