Freihandelsabkommen
Auch gesucht als: FHA, Freihandel, Handelsabkommen, Ursprungsregel, Free Trade Agreement
- 🇬🇧 Englisch
- free trade agreement (FTA)
- 🇫🇷 Französisch
- accord de libre-échange (ALE)
- 🇮🇹 Italienisch
- accordo di libero scambio (ALS)
Ein Freihandelsabkommen ist ein Vertrag zwischen zwei oder mehreren Staaten, in dem sie Zölle und andere Handelshemmnisse für Waren, oft auch für Dienstleistungen, untereinander abbauen oder ganz abschaffen.
Im Unterschied zu einer Zollunion behält jedes Land beim Freihandel seine eigenen Zölle gegenüber Drittstaaten. Damit Waren nicht über das Land mit den tiefsten Zöllen umgeleitet werden, legen Ursprungsregeln fest, welche Produkte als einheimisch gelten und von den Vorteilen profitieren. Moderne Abkommen regeln zudem Investitionsschutz, geistiges Eigentum, öffentliche Beschaffung und teils Nachhaltigkeitsfragen. Die Welthandelsorganisation erlaubt solche Abkommen unter bestimmten Bedingungen.
Die Schweiz verfügt über ein dichtes Netz von Freihandelsabkommen. Grundlage ist das Abkommen mit der EU von 1972; hinzu kommen zahlreiche Verträge über die EFTA sowie bilaterale Abkommen, etwa mit China und Japan. 2024 unterzeichneten die EFTA-Staaten zudem ein Abkommen mit Indien. Für exportorientierte Schweizer Firmen – Maschinen, Uhren, Pharma, Lebensmittel – bedeuten Freihandelsabkommen tiefere Kosten und besseren Marktzugang. Gerade in Zeiten neuer Zölle gewinnen sie an Bedeutung.
Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.