Risikoprämie
Auch gesucht als: Aktienrisikoprämie, Equity Risk Premium, Laufzeitprämie, Risikozuschlag, Term Premium
- 🇬🇧 Englisch
- risk premium
- 🇫🇷 Französisch
- prime de risque
- 🇮🇹 Italienisch
- premio per il rischio
Die Risikoprämie ist die zusätzliche Rendite, die Anleger für das Eingehen eines Risikos verlangen – also der Teil der erwarteten Rendite, der über dem Ertrag einer sicheren Anlage liegt.
Die wichtigste Form ist die Aktienrisikoprämie (Equity Risk Premium): der erwartete Mehrertrag von Aktien gegenüber sicheren Staatsanleihen. Langfristig lag er in vielen Ländern bei einigen Prozentpunkten pro Jahr, schwankt aber stark und lässt sich nur schätzen. Bei Anleihen gibt es die Laufzeitprämie: Wer Geld länger bindet, verlangt in der Regel mehr Zins. Bei Unternehmensanleihen kommt ein Zuschlag für das Ausfallrisiko hinzu, sichtbar im Renditeabstand.
Risikoprämien sind die Grundlage vieler Bewertungsmodelle: Der Zinssatz, mit dem künftige Gewinne abgezinst werden, setzt sich aus dem risikolosen Zins und einer Prämie zusammen. Sinkt die verlangte Prämie, steigen die Kurse – und umgekehrt. In der Schweiz, wo die Zinsen auf Eidgenossen oft sehr tief waren, wirkten Aktien im Vergleich lange besonders attraktiv. Eine hohe historische Prämie garantiert allerdings keine hohen künftigen Erträge.
Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.