🌍 Wirtschaft & Notenbanken

Schuldenobergrenze (USA)

Auch gesucht als: Debt Ceiling, Schuldengrenze, Shutdown, Debt Limit, X-Date

🇬🇧 Englisch
debt ceiling (US)
🇫🇷 Französisch
plafond de la dette (États-Unis)
🇮🇹 Italienisch
tetto del debito (USA)
Kurz erklärt

Die Schuldenobergrenze ist ein gesetzlich festgelegter Höchstbetrag, bis zu dem sich die US-Regierung insgesamt verschulden darf. Nur der Kongress kann sie anheben oder vorübergehend aussetzen.

Erreicht die Staatsverschuldung die Grenze, darf das Schatzamt keine zusätzlichen Schulden aufnehmen. Es kann mit buchhalterischen «ausserordentlichen Massnahmen» einige Monate überbrücken. Danach folgt das sogenannte X-Date, ab dem nicht mehr alle Verpflichtungen bezahlt werden könnten. Davon zu unterscheiden ist der Shutdown: Er tritt ein, wenn der Kongress kein Budget für die Bundesbehörden verabschiedet, und betrifft nicht die Bedienung der Staatsschulden.

An den Finanzmärkten sorgen Verhandlungen über die Grenze regelmässig für Nervosität. Kurz laufende Treasury Bills, die um das X-Date fällig werden, rentieren dann oft höher, und Kreditausfallversicherungen auf US-Staatsanleihen verteuern sich. 2011 senkte die Agentur S&P nach einer langen Auseinandersetzung das Rating der USA unter die Bestnote. Bisher wurde die Grenze stets rechtzeitig angehoben oder ausgesetzt; ein Ausfall hätte weltweite Folgen, weil Treasuries als sicherster Anker des Finanzsystems gelten.

Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.