Sparquote
Auch gesucht als: Haushaltssparquote, Ersparnisbildung, Saving Rate, Sparrate, Ersparnis
- 🇬🇧 Englisch
- saving rate
- 🇫🇷 Französisch
- taux d'épargne
- 🇮🇹 Italienisch
- tasso di risparmio
Die Sparquote gibt an, welchen Anteil ihres verfügbaren Einkommens die privaten Haushalte nicht für Konsum ausgeben, sondern sparen.
Sie wird als Prozentsatz des verfügbaren Einkommens berechnet. Steigt die Sparquote, halten sich die Haushalte beim Konsum zurück – oft aus Vorsicht, etwa bei drohender Arbeitslosigkeit. Während der Corona-Pandemie schnellte sie in vielen Ländern hoch, weil Ausgaben für Reisen und Restaurants nicht möglich waren. Die danach angehäuften Ersparnisse stützten den Konsum in den folgenden Jahren.
Die Schweiz weist im internationalen Vergleich eine hohe Sparquote auf. Ein Grund ist das Vorsorgesystem: Beiträge an die Pensionskasse und an die Säule 3a werden in der Statistik zu einem grossen Teil als Ersparnis erfasst. Für die Konjunktur bedeutet eine hohe Sparquote weniger Konsum, für die Kapitalmärkte dagegen viel Geld, das angelegt werden muss – was tendenziell die Zinsen dämpft.
Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.