Sperrfrist (Lock-up)
Auch gesucht als: Lock-up, Lock-up-Periode, Haltefrist, Lock-up Period, Veräusserungssperre
- 🇬🇧 Englisch
- lock-up period
- 🇫🇷 Französisch
- période de blocage (lock-up)
- 🇮🇹 Italienisch
- periodo di lock-up
Eine Sperrfrist (Lock-up) ist eine vertragliche Verpflichtung, Aktien nach einem Börsengang oder einer Kapitalmarkttransaktion während einer bestimmten Zeit nicht zu verkaufen.
Lock-up-Vereinbarungen betreffen meist Gründer, Management, bisherige Grossaktionäre wie Private-Equity-Firmen und Ankerinvestoren. Üblich sind Fristen von etwa sechs bis zwölf Monaten, für das Management teils länger. Auch das Unternehmen selbst verpflichtet sich oft, in dieser Zeit keine neuen Aktien auszugeben. Die Bedingungen werden im Emissionsprospekt offengelegt; Ausnahmen sind nur mit Zustimmung der begleitenden Banken möglich.
Die Sperrfrist soll verhindern, dass kurz nach dem Börsengang ein grosses Aktienangebot den Kurs drückt, und signalisiert, dass die Insider an das Unternehmen glauben. Für Anleger ist das Ablaufdatum ein wichtiger Termin: Wird es erreicht, können grössere Pakete auf den Markt kommen. Oft geschieht das als Platzierung bei institutionellen Anlegern mit Abschlag zum Börsenkurs, was den Kurs vorübergehend belasten kann.
Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.