Terminmarkt
Auch gesucht als: Terminbörse, Derivatemarkt, Terminhandel, Futures-Markt, Derivatives Market
- 🇬🇧 Englisch
- futures and options market
- 🇫🇷 Französisch
- marché à terme
- 🇮🇹 Italienisch
- mercato a termine
Am Terminmarkt werden Geschäfte abgeschlossen, die erst zu einem späteren Zeitpunkt erfüllt werden – zu einem Preis, der schon heute festgelegt wird. Typische Produkte sind Futures und Optionen.
Das Gegenstück ist der Kassamarkt, an dem Kauf und Lieferung fast sofort stattfinden. Am Terminmarkt hingegen vereinbaren Käufer und Verkäufer etwa, in drei Monaten eine bestimmte Menge Öl, Weizen oder einen Aktienindex zu einem fixen Preis abzurechnen. Die grössten Terminbörsen sind die CME-Gruppe in Chicago und die Eurex in Frankfurt. Die Eurex entstand 1998 aus der Fusion der deutschen Terminbörse mit der Schweizer SOFFEX; dort werden auch SMI-Futures und Optionen auf Schweizer Aktien gehandelt.
Terminmärkte erfüllen zwei Aufgaben: Unternehmen und Anleger sichern sich gegen Preisschwankungen ab, und Spekulanten übernehmen dieses Risiko in der Hoffnung auf Gewinn. Weil beim Abschluss nur eine Sicherheitsleistung (Margin) hinterlegt wird, entsteht eine Hebelwirkung. Das macht Termingeschäfte für Privatanleger riskant: Verluste können den eingesetzten Betrag deutlich übersteigen.
Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.