🌍 Wirtschaft & Notenbanken

Ausschüttungsreserve (SNB)

Auch gesucht als: Gewinnausschüttung SNB, Bund und Kantone, SNB-Gewinn, Ausschüttungsvereinbarung, Gewinnverteilung SNB

🇬🇧 Englisch
distribution reserve (SNB)
🇫🇷 Französisch
réserve pour distributions futures (BNS)
🇮🇹 Italienisch
riserva per future ripartizioni (BNS)
Kurz erklärt

Die Ausschüttungsreserve ist ein Posten im Eigenkapital der Nationalbank, der Gewinne und Verluste über die Jahre ausgleicht. Sie bestimmt mit, ob die SNB Geld an Bund und Kantone ausschütten kann.

Der Jahresgewinn der SNB schwankt wegen ihrer grossen Devisenanlagen stark, je nach Wechselkursen, Aktien- und Anleihenmärkten. Nach der Zuweisung an die Rückstellungen für Währungsreserven fliesst der verbleibende Gewinn oder Verlust in die Ausschüttungsreserve. Ist diese nach der Verbuchung positiv, kann ein Bilanzgewinn ausgeschüttet werden. Gemäss Nationalbankgesetz gehen zwei Drittel an die Kantone und ein Drittel an den Bund; die Aktionäre erhalten höchstens eine Dividende von 6 % des Aktienkapitals.

Die Höhe der Ausschüttung regelt eine Vereinbarung zwischen dem Eidgenössischen Finanzdepartement und der SNB, die von der Grösse der Ausschüttungsreserve abhängt und Beträge bis zu mehreren Milliarden Franken pro Jahr vorsieht. Nach dem Rekordverlust von 2022 war die Reserve negativ, weshalb für die Geschäftsjahre 2022 und 2023 nichts an Bund und Kantone floss. Für viele Kantone sind die SNB-Gelder ein wichtiger, aber unsicherer Budgetposten.

Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.