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Carry Trade

Auch gesucht als: Currency Carry Trade, Zinsdifferenz, Finanzierungswährung, Zinsdifferenzgeschäft, Yen Carry Trade

🇬🇧 Englisch
carry trade
🇫🇷 Französisch
carry trade
🇮🇹 Italienisch
carry trade
Kurz erklärt

Beim Carry Trade leihen sich Anleger Geld in einer Währung mit tiefen Zinsen und legen es in einer Währung mit höheren Zinsen an. Der Gewinn ist die Zinsdifferenz, solange sich der Wechselkurs nicht ungünstig entwickelt.

Klassische Finanzierungswährungen waren lange der japanische Yen und zeitweise der Franken, weil ihre Zinsen sehr tief oder sogar negativ waren. Angelegt wurde etwa in US-Dollar, australischen Dollar oder Währungen von Schwellenländern. Das Geschäft funktioniert in ruhigen Phasen gut und bringt laufend Zinserträge. Weil viele Teilnehmer gleichzeitig dieselbe Position halten, kann die Nachfrage die Hochzinswährungen zusätzlich stützen.

Das Risiko liegt im Wechselkurs: Wertet die Finanzierungswährung plötzlich auf, können die Verluste die Zinsgewinne von Jahren auslöschen. Dann lösen viele Händler ihre Positionen gleichzeitig auf (Unwinding), was die Bewegung verstärkt. So geschah es im Sommer 2024, als ein stärkerer Yen weltweit für Turbulenzen an den Börsen sorgte. Weil Franken und Yen in Krisen gesucht sind, steigen sie oft genau dann, wenn Carry Trades unter Druck geraten.

→Zum WährungsrechnerFranken in Euro, Dollar & 30+ Währungen – auch Bitcoin.

Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.