Dezentrale Finanzen (DeFi)
Auch gesucht als: DeFi, Decentralized Finance, Liquidity Pool, Instant-Swap, Automated Market Maker
- 🇬🇧 Englisch
- decentralized finance (DeFi)
- 🇫🇷 Französisch
- finance décentralisée (DeFi)
- 🇮🇹 Italienisch
- finanza decentralizzata (DeFi)
Dezentrale Finanzen (DeFi) sind Finanzdienstleistungen wie Handel, Kredite oder Zinsanlagen, die ohne Bank oder Börse direkt über Smart Contracts auf einer Blockchain abgewickelt werden.
Statt eines Orderbuchs nutzen viele dezentrale Börsen Liquidity Pools: Anleger hinterlegen zwei Kryptowährungen in einem Smart Contract, und ein Algorithmus (Automated Market Maker) berechnet daraus laufend den Tauschkurs. Wer tauschen möchte, kann das per Instant-Swap sofort tun; die Einleger erhalten dafür Gebühren. Auf ähnliche Weise funktionieren Kreditprotokolle, bei denen Kryptowerte als Sicherheit hinterlegt werden. Die meisten DeFi-Anwendungen laufen auf der Ethereum-Blockchain oder vergleichbaren Netzwerken.
DeFi verspricht Offenheit, Transparenz und Unabhängigkeit von Intermediären, birgt aber erhebliche Risiken: Programmierfehler in Smart Contracts, Hackerangriffe, stark schwankende Kurse und bei Liquidity Pools den sogenannten «impermanent loss». Hohe Renditeversprechen sind oft ein Warnsignal. Weil es keine Bank als Gegenpartei gibt, fehlen Einlagensicherung und Anlegerschutz weitgehend. Auch in der Schweiz gelten die Finanzmarktgesetze grundsätzlich unabhängig von der Technologie, die Durchsetzung bei dezentralen Protokollen ist aber schwierig.
Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.