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Digitale Souveränität

Auch gesucht als: Souveräne Cloud, Datensouveränität, Sovereign Cloud, digitale Unabhängigkeit, CLOUD Act

🇬🇧 Englisch
digital sovereignty
🇫🇷 Französisch
souveraineté numérique
🇮🇹 Italienisch
sovranità digitale
Kurz erklärt

Digitale Souveränität bedeutet, dass ein Staat, ein Unternehmen oder eine Person selbst über die eigenen Daten, Software und digitale Infrastruktur bestimmen kann – ohne zu stark von ausländischen Anbietern oder Gesetzen abhängig zu sein.

Hintergrund ist die Dominanz weniger US-Konzerne bei Cloud-Diensten, Betriebssystemen und KI. Nach dem US-amerikanischen CLOUD Act von 2018 können US-Behörden unter Umständen auch auf Daten zugreifen, die US-Firmen im Ausland speichern. Europäische Regierungen, Banken und Spitäler suchen deshalb nach Lösungen, bei denen Daten im eigenen Rechtsraum bleiben und der Betrieb von lokalem Personal kontrolliert wird. Die grossen Anbieter reagieren mit eigenen «souveränen Clouds» in Europa.

In der Schweiz wird das Thema vor allem bei der Auslagerung von Daten der Bundesverwaltung und von Banken diskutiert, deren Auslagerungen die FINMA beaufsichtigt. Für Anleger eröffnet es Chancen für europäische und Schweizer IT-Dienstleister, Rechenzentrumsbetreiber und Verschlüsselungsanbieter. Für die US-Hyperscaler bedeutet es zusätzliche Kosten und Auflagen, bisher aber keinen grundlegenden Verlust ihrer Marktstellung.

Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.