Leitzinsen der EZB
Auch gesucht als: Einlagesatz, Einlagezins, Hauptrefinanzierungssatz, Spitzenrefinanzierungsfazilität, Einlagefazilität
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- ECB key interest rates
- 🇫🇷 Französisch
- taux directeurs de la BCE
- 🇮🇹 Italienisch
- tassi di riferimento della BCE
Die Europäische Zentralbank hat drei Leitzinsen: den Satz für die Einlagefazilität, den Hauptrefinanzierungssatz und den Satz für die Spitzenrefinanzierungsfazilität. Heute steuert sie die Geldpolitik vor allem über den Einlagesatz.
Zum Einlagesatz können Banken überschüssiges Geld über Nacht bei der EZB anlegen. Zum Hauptrefinanzierungssatz leihen sie sich Geld für eine Woche gegen Sicherheiten, über die Spitzenrefinanzierungsfazilität können sie sich kurzfristig zu einem höheren Zins Liquidität beschaffen. Weil im Bankensystem seit den grossen Anleihekäufen viel überschüssiges Geld liegt, bestimmt heute vor allem der Einlagesatz die Geldmarktzinsen wie den €STR.
Über die Zinsen entscheidet der EZB-Rat, der aus dem Direktorium und den Präsidentinnen und Präsidenten der nationalen Notenbanken des Euroraums besteht. Die geldpolitischen Sitzungen finden rund alle sechs Wochen statt. Für die Schweiz sind die Entscheide wichtig, weil der Zinsabstand zum Euroraum den Wechselkurs des Frankens beeinflusst. Die SNB berücksichtigt die Geldpolitik der EZB deshalb bei ihren eigenen Entscheiden.
Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.