Geldmarktzins
Auch gesucht als: Geldmarkt, Geldmarktsatz, SARON, Tagesgeldsatz, Interbankenzins
- 🇬🇧 Englisch
- money market rate
- 🇫🇷 Französisch
- taux du marché monétaire
- 🇮🇹 Italienisch
- tasso del mercato monetario
Der Geldmarktzins ist der Zins, zu dem sich Banken untereinander sehr kurzfristig Geld leihen – meist über Nacht oder für wenige Tage bis Monate. Notenbanken steuern ihn mit ihrer Geldpolitik.
In der Schweiz ist der wichtigste Geldmarktzins der SARON (Swiss Average Rate Overnight), den die SIX berechnet. Die Nationalbank sorgt dafür, dass er nahe bei ihrem Leitzins liegt. Im Euroraum heisst das Pendant €STR, in den USA SOFR. Diese Sätze haben die früheren Libor-Zinsen abgelöst.
Geldmarktzinsen sind für Privatpersonen direkter spürbar, als man denkt: SARON-Hypotheken, Zinsen auf Sparkonten und die Renditen von Geldmarktfonds folgen ihnen eng. Steigen die kurzfristigen Zinsen, werden auch variable Kredite rasch teurer.
Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.