Leveraged Buyout (LBO)
Auch gesucht als: LBO, fremdfinanzierte Übernahme, Buyout, Management Buyout, MBO
- 🇬🇧 Englisch
- leveraged buyout (LBO)
- 🇫🇷 Französisch
- rachat avec effet de levier (LBO)
- 🇮🇹 Italienisch
- acquisizione con leva finanziaria (LBO)
Ein Leveraged Buyout (LBO) ist eine Firmenübernahme, die zu einem grossen Teil mit Fremdkapital finanziert wird. Die Schulden werden später aus den Erträgen des übernommenen Unternehmens zurückbezahlt.
Typischerweise bringt ein Private-Equity-Investor nur einen Teil des Kaufpreises als Eigenkapital ein, den Rest leihen Banken oder Kreditfonds. Die Schulden werden meist der übernommenen Firma aufgebürdet. Ziel ist es, das Unternehmen in einigen Jahren effizienter zu machen, die Schulden abzubauen und es dann mit Gewinn weiterzuverkaufen oder an die Börse zu bringen. Dank des Hebels steigt die Rendite auf das eingesetzte Eigenkapital deutlich, wenn der Plan aufgeht. Übernimmt das bisherige Management die Firma, spricht man von einem Management Buyout (MBO).
Geeignet sind Unternehmen mit stabilen, gut planbaren Cashflows. Das Risiko liegt in der hohen Verschuldung: Bricht der Umsatz ein oder steigen die Zinsen, kann die Zinslast erdrücken. Bekannte Beispiele aus den 1980er-Jahren, etwa die Übernahme von RJR Nabisco, prägten den Ruf der Branche. Für Aktionäre einer kotierten Zielfirma bedeutet ein LBO-Angebot meist eine Übernahmeprämie; die Firma verschwindet danach häufig von der Börse.
Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.