El Niño
Auch gesucht als: La Niña, Wetterphänomen, Ernteausfälle, ENSO, El Niño-Southern Oscillation
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El Niño ist eine natürliche Erwärmung des Oberflächenwassers im tropischen Pazifik, die alle paar Jahre auftritt und das Wetter weltweit verändert. Das Gegenstück mit kühlerem Wasser heisst La Niña.
Während eines El Niño drohen in Teilen Südostasiens, Australiens, Indiens und Westafrikas Dürren, während an der Westküste Südamerikas starke Regenfälle auftreten. La Niña wirkt oft in die entgegengesetzte Richtung. Die Phasen dauern meist neun bis zwölf Monate und werden von Wetterbehörden wie der US-Behörde NOAA laufend beobachtet und angekündigt.
Für Rohstoffmärkte sind die Folgen erheblich: Ernteausfälle können die Preise von Kakao, Kaffee, Zucker, Palmöl, Reis oder Weizen stark steigen lassen. Für Schweizer Unternehmen wie Lindt & Sprüngli, Barry Callebaut oder Nestlé bedeutet das höhere Einkaufskosten, die sie nur teilweise und mit Verzögerung an die Kundschaft weitergeben können. Auch die Stromproduktion aus Wasserkraft und die Nachfrage nach Energie können vom Wetterphänomen beeinflusst werden.
Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.