Ernährungssicherheit
Auch gesucht als: Agrarrohstoffe, Nahrungsmittelpreise, Pflichtlager, Versorgungssicherheit, Selbstversorgungsgrad
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- food security
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- sécurité alimentaire
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- sicurezza alimentare
Ernährungssicherheit bedeutet, dass die Bevölkerung jederzeit Zugang zu genügend, sicheren und bezahlbaren Nahrungsmitteln hat. Sie hängt von Produktion, Handel, Lagerhaltung und Kaufkraft ab.
Weltweit wird sie durch Missernten, Kriege, Exportverbote und hohe Energie- und Düngerpreise bedroht. Ein Beispiel ist der Krieg in der Ukraine, die zu den grossen Exporteuren von Weizen, Mais und Sonnenblumenöl gehört: 2022 stiegen die Preise für Agrarrohstoffe stark an. Die Welternährungsorganisation FAO verfolgt die Entwicklung mit einem monatlichen Nahrungsmittelpreisindex. Steigende Nahrungsmittelpreise treffen ärmere Länder besonders, weil Haushalte dort einen grossen Teil ihres Einkommens für Essen ausgeben.
Die Schweiz produziert nur rund die Hälfte der benötigten Nahrungsmittel selbst und ist stark auf Importe angewiesen. 2017 nahmen die Stimmberechtigten einen Verfassungsartikel zur Ernährungssicherheit an. Zudem müssen Importeure im Rahmen der wirtschaftlichen Landesversorgung Pflichtlager etwa an Getreide, Zucker, Reis und Speiseöl halten, um Versorgungsengpässe zu überbrücken. Für Anleger ist das Thema bei Agrarrohstoffen, Düngerherstellern und Nahrungsmittelkonzernen relevant.
Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.