Geldmenge
Auch gesucht als: M1, M2, M3, Notenbankgeldmenge, Money Supply
- 🇬🇧 Englisch
- money supply
- 🇫🇷 Französisch
- masse monétaire
- 🇮🇹 Italienisch
- massa monetaria
Die Geldmenge ist der Bestand an Geld, der in einer Volkswirtschaft zur Verfügung steht. Je nachdem, welche Guthaben dazugezählt werden, unterscheidet man verschiedene Abgrenzungen wie M1, M2 und M3.
Die Notenbankgeldmenge umfasst den Notenumlauf und die Sichtguthaben der Banken bei der Nationalbank; sie wird direkt von der Notenbank geschaffen. Die weiteren Geldmengen entstehen vor allem durch Kredite der Geschäftsbanken. In der Schweiz umfasst M1 Bargeld, Sichteinlagen und Transaktionskonten, M2 zusätzlich die Spareinlagen und M3 zusätzlich die Termineinlagen. Die SNB veröffentlicht diese Grössen regelmässig.
Nach der Quantitätstheorie führt eine Geldmenge, die dauerhaft deutlich stärker wächst als die Wirtschaft, langfristig zu Inflation. In der Praxis ist der Zusammenhang kurzfristig aber locker. Das zeigte sich nach 2008: Die Notenbankgeldmenge der SNB vervielfachte sich durch Devisenkäufe, ohne dass die Teuerung über Jahre anstieg, weil die Banken das Geld grösstenteils als Sichtguthaben hielten. Heute stützen sich Notenbanken bei Entscheiden vor allem auf Inflationsprognosen, die Geldmengen bleiben aber ein beobachteter Indikator.
Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.