📊 Kennzahlen & Analyse

Gewinnschwelle

Auch gesucht als: Break-even, Break-even-Punkt, schwarze Null, Nutzschwelle, Kostendeckungspunkt

🇬🇧 Englisch
break-even point
🇫🇷 Französisch
seuil de rentabilité
🇮🇹 Italienisch
punto di pareggio
Kurz erklärt

Die Gewinnschwelle ist der Punkt, an dem die Erlöse eines Unternehmens oder Produkts genau die Kosten decken. Darüber entsteht Gewinn, darunter Verlust.

Berechnet wird sie, indem man die Fixkosten durch den Deckungsbeitrag pro Einheit teilt – also durch die Differenz zwischen Verkaufspreis und variablen Kosten. Je höher die Fixkosten, desto mehr muss verkauft werden, um die Schwelle zu erreichen. Im Alltag spricht man von der «schwarzen Null», wenn ein Unternehmen oder ein Staatshaushalt gerade ausgeglichen abschliesst.

Für Anleger ist der Begriff vor allem bei jungen Wachstumsfirmen und bei Sanierungsfällen wichtig: Wann wird ein Biotech- oder Technologieunternehmen profitabel, wann ein Konzern nach einem Umbau? Wird die Gewinnschwelle früher als erwartet erreicht, reagieren Aktien oft deutlich. Firmen mit hohen Fixkosten profitieren jenseits der Schwelle besonders stark von zusätzlichem Umsatz.

Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.