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CO2-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM)

Auch gesucht als: CBAM, Klimazoll, Klimaclub, Carbon Border Adjustment Mechanism, CO2-Grenzabgabe

🇬🇧 Englisch
Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM)
🇫🇷 Französisch
mécanisme d'ajustement carbone aux frontières (MACF)
🇮🇹 Italienisch
meccanismo di adeguamento del carbonio alle frontiere (CBAM)
Kurz erklärt

Der CO2-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) ist ein Instrument der EU, das auf bestimmte importierte Güter einen CO2-Preis erhebt, damit ausländische Hersteller gleich behandelt werden wie Firmen im europäischen Emissionshandel.

Ohne Ausgleich könnten energieintensive Produktionen in Länder mit lockerer Klimapolitik abwandern; Fachleute sprechen von «Carbon Leakage». Der CBAM betrifft zunächst Zement, Eisen und Stahl, Aluminium, Düngemittel, Strom und Wasserstoff. Importeure müssen die in den Waren enthaltenen Emissionen melden und künftig entsprechende CBAM-Zertifikate erwerben, deren Preis sich am EU-Emissionshandel orientiert. Nach einer Übergangsphase mit reinen Berichtspflichten ab 2023 beginnt schrittweise die finanzielle Belastung, parallel zum Abbau der Gratiszuteilungen im EU ETS.

Kritiker sehen im CBAM einen versteckten Klimazoll, der Handelskonflikte auslösen kann, etwa mit China, Indien oder den USA. Als Alternative wurde die Idee eines «Klimaclubs» diskutiert, in dem sich Staaten auf gemeinsame Mindeststandards einigen. Die Schweiz ist wegen der Verknüpfung ihres Emissionshandels mit dem EU ETS vom CBAM ausgenommen und hat bisher auf einen eigenen Mechanismus verzichtet. Für Exporteure aus Drittstaaten bedeutet er zusätzliche Kosten und Bürokratie.

Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.