Haushaltskonsolidierung
Auch gesucht als: Sparprogramm Staat, Austerität, Budgetsanierung, Fiscal Consolidation, Entlastungspaket
- 🇬🇧 Englisch
- fiscal consolidation
- 🇫🇷 Französisch
- assainissement budgétaire
- 🇮🇹 Italienisch
- risanamento delle finanze pubbliche
Haushaltskonsolidierung bezeichnet die Bemühungen eines Staates, sein Budgetdefizit zu verkleinern und die Verschuldung zu stabilisieren – durch Ausgabenkürzungen, höhere Einnahmen oder beides.
Ein Staat kann sparen, indem er Ausgaben kürzt, Subventionen streicht oder Projekte verschiebt, oder er erhöht Steuern und Gebühren. Meist wird beides kombiniert. In der Schweiz verlangt die seit 2003 geltende Schuldenbremse, dass der Bund über einen Konjunkturzyklus ausgeglichen budgetiert; drohen Defizite, schnürt der Bundesrat Entlastungspakete. In der Eurozone geben die europäischen Fiskalregeln den Rahmen vor. Strikte Sparpolitik in einer Krise wird oft als Austerität bezeichnet.
Ökonomen streiten darüber, wie stark Sparprogramme das Wachstum bremsen. Werden in einer Rezession gleichzeitig Ausgaben gekürzt und Steuern erhöht, kann die Wirtschaft weiter schrumpfen – eine Erfahrung, die südeuropäische Länder während der Eurokrise machten. Glaubwürdige Konsolidierung kann dagegen das Vertrauen der Gläubiger stärken und die Zinsen auf Staatsanleihen senken. Für Anleger sind Sparprogramme relevant, weil Branchen wie Bau, Gesundheit oder Rüstung oft direkt von staatlichen Ausgaben abhängen.
Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.