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Kernbankensystem

Auch gesucht als: Core Banking System, Bankensoftware, Avaloq, Finnova, Temenos

🇬🇧 Englisch
core banking system
🇫🇷 Französisch
système bancaire central
🇮🇹 Italienisch
sistema bancario centrale
Kurz erklärt

Ein Kernbankensystem ist die zentrale Software einer Bank. Darin werden Konten, Zahlungen, Kredite, Wertpapierdepots und Kundendaten geführt und alle Buchungen verarbeitet.

Das Kernbankensystem ist gewissermassen das Rückgrat einer Bank: Fällt es aus, stehen Zahlungsverkehr und Kontoführung still. In der Schweiz sind vor allem drei Anbieter verbreitet: Avaloq, das vor allem Privat- und Vermögensverwaltungsbanken beliefert, Finnova, das bei vielen Kantonal- und Regionalbanken im Einsatz ist, und Temenos mit Sitz in Genf, dessen Aktien an der SIX kotiert sind. Grössere Banken betreiben teils auch eigene Systeme.

Der Wechsel auf ein neues Kernbankensystem gilt als eines der heikelsten Informatikprojekte überhaupt. Er dauert oft Jahre, kostet viel Geld und kann bei Problemen Kunden verärgern. Gleichzeitig ist eine moderne Plattform Voraussetzung für digitale Angebote und tiefere Betriebskosten. Für Anleger von Bankaktien sind solche Projekte relevant, weil sie die Kosten über längere Zeit belasten können und Verzögerungen auf die Cost-Income-Ratio drücken.

Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.