Kerninflation
Auch gesucht als: Kernteuerung, Kern-CPI, Core Inflation, zugrunde liegende Inflation, Trimmed Mean
- 🇬🇧 Englisch
- core inflation
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- inflation sous-jacente
- 🇮🇹 Italienisch
- inflazione di fondo
Die Kerninflation ist die Teuerung ohne besonders schwankungsanfällige Preise wie Energie und frische Lebensmittel. Sie soll zeigen, wie stark der Preisauftrieb in der Breite der Wirtschaft ist.
Energie- und Nahrungsmittelpreise reagieren stark auf Wetter, Ernten oder geopolitische Ereignisse und verzerren die Gesamtteuerung von Monat zu Monat. Die Kerninflation blendet sie aus und gilt deshalb als besserer Hinweis auf den dauerhaften Trend. In der Schweiz veröffentlicht das Bundesamt für Statistik eine Kerninflation zusammen mit dem Landesindex der Konsumentenpreise. Daneben gibt es statistische Verfahren wie den getrimmten Mittelwert (Trimmed Mean), bei dem jeden Monat die Güter mit den extremsten Preisveränderungen weggelassen werden.
Notenbanken schauen genau auf die Kernrate, weil sie zeigt, ob sich höhere Preise in der Wirtschaft festsetzen. Fällt die Gesamtteuerung dank sinkender Ölpreise, während die Kerninflation hoch bleibt, sind Zinssenkungen weniger wahrscheinlich. In den USA beachten die Märkte vor allem den Kern-CPI und den Kern-PCE. Für Anleger kann eine überraschend hohe Kernrate Anleihen- und Aktienkurse spürbar bewegen.
Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.