💳 Zahlungsverkehr & Bankgeschäft

Kommissionsgeschäft

Auch gesucht als: Kommissionserfolg, zinsunabhängiger Ertrag, Transaktionsgeschäft, Dienstleistungsgeschäft, Kommissionsertrag

🇬🇧 Englisch
commission and fee business
🇫🇷 Französisch
opérations de commissions et prestations de service
🇮🇹 Italienisch
operazioni su commissione e da prestazioni di servizio
Kurz erklärt

Das Kommissionsgeschäft umfasst alle Bankdienstleistungen, für die eine Bank Gebühren und Provisionen statt Zinsen erhält – etwa Wertschriftenhandel für Kunden, Vermögensverwaltung, Depotführung, Zahlungsverkehr und Emissionen.

Rechtlich stammt der Begriff aus dem Obligationenrecht: Ein Kommissionär kauft oder verkauft Wertschriften in eigenem Namen, aber auf Rechnung des Kunden. So führt eine Bank Börsenaufträge aus und verlangt dafür eine Courtage. In der Erfolgsrechnung der Schweizer Banken heisst die entsprechende Position «Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft». Sie umfasst auch Verwaltungsgebühren, Depotgebühren, Kartengebühren und Erträge aus Beratung.

Der Kommissionserfolg gilt als zinsunabhängiger Ertrag und ist für Vermögensverwaltungsbanken die wichtigste Einnahmequelle. Er hängt stark von der Börsenlage ab: Steigen die Kurse, wachsen die verwalteten Vermögen und damit die Gebühren, und Kunden handeln meist mehr. Anleger und Analysten beachten deshalb, wie sich das Verhältnis von Zins-, Kommissions- und Handelserfolg entwickelt, um die Abhängigkeit einer Bank von einzelnen Ertragsquellen einzuschätzen.

Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.