🌍 Wirtschaft & Notenbanken

Konjunkturprogramm

Auch gesucht als: Stimulus, Konjunkturpaket, Fiskalimpuls, Fiscal Stimulus, Stimuluspaket

🇬🇧 Englisch
fiscal stimulus package
🇫🇷 Französisch
plan de relance conjoncturelle
🇮🇹 Italienisch
programma di rilancio congiunturale
Kurz erklärt

Ein Konjunkturprogramm ist ein Massnahmenpaket des Staates, mit dem die Wirtschaft in einer Schwächephase angekurbelt werden soll – etwa durch zusätzliche Ausgaben, Steuersenkungen oder direkte Zahlungen an Haushalte und Firmen.

Die Idee geht auf die Lehre von John Maynard Keynes zurück: Fehlt in einer Rezession private Nachfrage, kann der Staat einspringen und so Arbeitsplätze sichern. Bekannte Beispiele sind das grosse Investitionsprogramm Chinas nach der Finanzkrise 2008, die US-Pakete während der Covid-Pandemie und der EU-Wiederaufbaufonds. Die Schweiz setzt eher auf automatische Stabilisatoren wie Arbeitslosenversicherung und Kurzarbeit sowie auf gezielte, befristete Massnahmen.

Wie stark ein Programm wirkt, hängt vom Zeitpunkt, von der Ausgestaltung und von der Reaktion der Notenbank ab. Kommt es zu spät oder ist es zu gross, kann es die Inflation anheizen und die Staatsverschuldung stark erhöhen. An den Börsen profitieren oft Branchen, die direkt begünstigt werden, etwa Bau, Infrastruktur oder erneuerbare Energien. Anleihenmärkte reagieren dagegen mit Blick auf die zusätzliche Verschuldung teils mit steigenden Renditen.

Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.