🇨🇭 Schweiz

Kundensegmentierung

Auch gesucht als: Privatkunden, professionelle Kunden, institutionelle Kunden, Opting-in, Opting-out

🇬🇧 Englisch
client segmentation
🇫🇷 Französisch
segmentation de la clientèle
🇮🇹 Italienisch
segmentazione della clientela
Kurz erklärt

Kundensegmentierung bedeutet, dass Finanzdienstleister ihre Kunden nach FIDLEG in Privatkunden, professionelle Kunden und institutionelle Kunden einteilen. Von dieser Einteilung hängt ab, wie stark ein Kunde geschützt wird.

Privatkunden geniessen den höchsten Schutz: umfassende Information, Prüfung von Angemessenheit oder Eignung und Zugang zu Basisinformationsblättern. Professionelle Kunden sind etwa Banken, Versicherungen, Pensionskassen, öffentlich-rechtliche Körperschaften mit professioneller Tresorerie oder grössere Unternehmen; bei ihnen gelten manche Verhaltensregeln nur eingeschränkt. Institutionelle Kunden, etwa beaufsichtigte Finanzinstitute oder Zentralbanken, sind eine Untergruppe der professionellen Kunden mit dem geringsten gesetzlichen Schutz.

Die Einteilung ist nicht starr. Mit einem Opting-out können vermögende Privatkunden erklären, als professionelle Kunden gelten zu wollen. Voraussetzung ist ein anrechenbares Vermögen von mindestens CHF 2 Mio. oder von CHF 500'000 zusammen mit den nötigen Kenntnissen. Umgekehrt können professionelle Kunden mit einem Opting-in als Privatkunden behandelt werden, um mehr Schutz zu erhalten. Ein Opting-out öffnet zwar den Zugang zu bestimmten Produkten, bedeutet aber auch weniger Schutz.

Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.