Kursmanipulation
Auch gesucht als: Marktmanipulation, Pump and Dump, Spoofing, Kurstreiberei, Market Manipulation
- 🇬🇧 Englisch
- market manipulation
- 🇫🇷 Französisch
- manipulation de cours
- 🇮🇹 Italienisch
- manipolazione del mercato
Kursmanipulation bedeutet, den Preis eines Wertpapiers mit falschen Informationen oder irreführenden Geschäften bewusst zu beeinflussen. Sie schadet anderen Anlegern und ist in der Schweiz wie in den meisten Ländern verboten und strafbar.
Bekannte Muster sind «Pump and Dump», bei dem eine wenig gehandelte Aktie oder ein Kryptotoken über soziale Medien, Börsenbriefe oder Chatgruppen gezielt hochgejubelt wird, damit die Initianten ihre Bestände teuer an Nachzügler verkaufen können. Beim Spoofing werden grosse Aufträge ins Orderbuch gestellt und kurz vor der Ausführung gelöscht, um ein falsches Bild von Angebot und Nachfrage zu erzeugen. Auch Scheingeschäfte, bei denen derselbe Akteur auf beiden Seiten steht, täuschen Handelsvolumen vor.
In der Schweiz ist Marktmanipulation im Finanzmarktinfrastrukturgesetz (FinfraG) sowohl aufsichtsrechtlich verboten als auch strafrechtlich verfolgbar; zuständig sind die FINMA und die Bundesanwaltschaft. Für Anleger gilt: Unaufgeforderte Kauftipps, Versprechen schneller Kursvervielfachungen, Zeitdruck und kleine, kaum bekannte Titel sind typische Warnzeichen. Wer auf solche Kampagnen hereinfällt, kauft meist am Hochpunkt und bleibt auf Verlusten sitzen, wenn die Manipulatoren aussteigen.
Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.