Notleidende Schulden
Auch gesucht als: Distressed Debt, Kredit-Hedgefonds, notleidende Kredite, Non-Performing Loans, NPL
- 🇬🇧 Englisch
- distressed debt
- 🇫🇷 Französisch
- dette en difficulté (distressed debt)
- 🇮🇹 Italienisch
- debito in sofferenza (distressed debt)
Notleidende Schulden sind Kredite oder Anleihen von Schuldnern, die in Zahlungsschwierigkeiten stecken, Zahlungen bereits ausgesetzt haben oder kurz vor einem Konkurs oder einer Sanierung stehen.
Bei Banken spricht man von notleidenden Krediten (Non-Performing Loans), wenn Zins oder Rückzahlung länger überfällig sind – international üblich ist eine Grenze von 90 Tagen. Am Kapitalmarkt werden Anleihen als notleidend bezeichnet, wenn sie deutlich unter dem Nennwert gehandelt werden und der Renditeabstand zu Staatsanleihen extrem hoch ist. Ratingagenturen stufen solche Schuldner tief im spekulativen Bereich ein oder bereits als ausgefallen.
Auf diesen Markt haben sich spezialisierte Kredit-Hedgefonds und Private-Equity-Gesellschaften ausgerichtet. Sie kaufen Forderungen mit hohem Abschlag und setzen darauf, dass eine Sanierung oder Liquidation mehr einbringt, als der Kaufpreis widerspiegelt. Oft verhandeln sie aktiv mit, etwa über einen Tausch von Schulden in Aktien. Das Geschäft ist riskant und erfordert viel juristisches Wissen über Konkurs- und Nachlassverfahren, in der Schweiz etwa nach dem Schuldbetreibungs- und Konkursgesetz (SchKG).
Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.