🏦 Anleihen & Zinsen

Hochzinsanleihe

Auch gesucht als: High Yield, Junk Bond, Ramschanleihe, Hochzinsobligation, Non-Investment-Grade

🇬🇧 Englisch
high-yield bond / junk bond
🇫🇷 Französisch
obligation à haut rendement
🇮🇹 Italienisch
obbligazione ad alto rendimento
Kurz erklärt

Eine Hochzinsanleihe ist eine Anleihe eines Schuldners mit schwacher Bonität. Weil das Ausfallrisiko höher ist, muss er Anlegern einen deutlich höheren Zins bieten als solide Emittenten.

Als Hochzinsanleihen gelten Papiere mit einem Rating unterhalb von BBB- bei S&P und Fitch beziehungsweise Baa3 bei Moody's – also unterhalb des sogenannten Investment Grade. Ausgegeben werden sie oft von hoch verschuldeten Unternehmen, Firmen nach einer fremdfinanzierten Übernahme oder Staaten mit wackeligen Finanzen. Wird ein Schuldner mit gutem Rating herabgestuft und rutscht in diesen Bereich, spricht man von einem «Fallen Angel». Viele institutionelle Anleger dürfen solche Titel nur begrenzt halten.

Der höhere Zins ist eine Entschädigung für das Risiko, dass Zinszahlungen ausbleiben oder das Kapital nur teilweise zurückfliesst. In guten Zeiten bringen Hochzinsanleihen attraktive Erträge; in Rezessionen steigen die Ausfälle, und die Kurse fallen oft ähnlich stark wie bei Aktien. Der Renditeabstand zu Staatsanleihen gilt daher als Stimmungsbarometer für das Kreditrisiko. Privatanleger investieren meist über breit diversifizierte Fonds oder ETF, um das Risiko einzelner Ausfälle zu verteilen.

Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.