🏢 Unternehmen & Bilanz

Operationelles Risiko

Auch gesucht als: operationelle Risiken, Betriebsrisiko, Operational Risk, OpRisk, Prozessrisiko

🇬🇧 Englisch
operational risk
🇫🇷 Französisch
risque opérationnel
🇮🇹 Italienisch
rischio operativo
Kurz erklärt

Das operationelle Risiko ist die Gefahr von Verlusten durch fehlerhafte interne Abläufe, menschliches Versagen, Systemausfälle oder äussere Ereignisse wie Cyberangriffe, Betrug oder Naturkatastrophen.

Im Unterschied zu Kredit- oder Marktrisiken geht es nicht um Verluste aus Geschäften, sondern aus dem Betrieb selbst. Beispiele sind Fehler bei der Erfassung von Aufträgen, unerlaubte Geschäfte einzelner Händler, interner Betrug, IT-Pannen, Datenlecks oder Ausfälle von Dienstleistern. Nach der Definition des Basler Ausschusses gehören auch Rechtsrisiken dazu. Banken müssen für operationelle Risiken eigene Mittel halten und Verlustfälle systematisch erfassen.

In der Schweiz verlangt die FINMA von Banken ein angemessenes Management operationeller Risiken und eine hohe operationelle Resilienz: Kritische Funktionen sollen auch bei schweren Störungen weiterlaufen. Wichtige Massnahmen sind das Vier-Augen-Prinzip, Notfallpläne, Schulungen und Schutz vor Cyberangriffen. Ein bekanntes Beispiel für operationelle Verluste ist der Fall eines UBS-Händlers in London, der 2011 mit unerlaubten Geschäften rund USD 2 Mrd. verlor.

Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.