Reputationsrisiko
Auch gesucht als: Imagerisiko, Reputationsschaden, Reputational Risk, Rufschaden, Vertrauensverlust
- 🇬🇧 Englisch
- reputational risk
- 🇫🇷 Französisch
- risque de réputation
- 🇮🇹 Italienisch
- rischio reputazionale
Das Reputationsrisiko ist die Gefahr, dass ein Unternehmen durch einen beschädigten Ruf Kunden, Geschäftspartner, Mitarbeitende oder das Vertrauen der Anleger verliert.
Auslöser können Skandale, Gesetzesverstösse, Datenpannen, Umweltschäden, Fehlverhalten der Führung oder die Zusammenarbeit mit umstrittenen Geschäftspartnern sein. Oft folgt das Reputationsrisiko aus einem anderen Risiko: Eine Busse wegen Geldwäscherei kostet nicht nur den Betrag selbst, sondern auch Kunden. Besonders verletzlich sind Banken und Vermögensverwalter, deren Geschäft auf Vertrauen beruht. Die Aufsicht – in der Schweiz die FINMA – erwartet, dass Banken solche Risiken erkennen und steuern.
Das Reputationsrisiko lässt sich schwer messen, kann aber enormen Schaden anrichten. Bei der Credit Suisse trugen eine lange Reihe von Skandalen und Verlusten dazu bei, dass Kunden 2022 und 2023 massiv Gelder abzogen. Auch Konsumgüter- und Pharmafirmen können durch Rückrufe oder Kampagnen in den sozialen Medien unter Druck geraten. Für Anleger zeigt sich ein Reputationsschaden oft in Kursverlusten, die über die direkten Kosten hinausgehen.
Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.