Preiselastizität
Auch gesucht als: Elastizität, Preissensitivität, Preiselastizität der Nachfrage, Price Elasticity, Pricing Power
- 🇬🇧 Englisch
- price elasticity of demand
- 🇫🇷 Französisch
- élasticité-prix
- 🇮🇹 Italienisch
- elasticità rispetto al prezzo
Die Preiselastizität misst, wie stark die Nachfrage nach einem Produkt reagiert, wenn sich sein Preis ändert. Sie zeigt, ob Kunden eine Preiserhöhung hinnehmen oder auf andere Angebote ausweichen.
Berechnet wird sie als prozentuale Veränderung der Menge geteilt durch die prozentuale Veränderung des Preises. Liegt der Wert betragsmässig unter eins, ist die Nachfrage unelastisch: Die Menge sinkt weniger stark als der Preis steigt, der Umsatz nimmt also zu. Typisch ist das bei lebensnotwendigen Gütern wie Grundnahrungsmitteln, Strom oder Medikamenten. Bei elastischer Nachfrage, etwa bei austauschbaren Konsumgütern oder Reisen, wandern Kunden schon bei kleinen Preiserhöhungen ab.
Für Anleger ist die Preiselastizität ein Schlüssel zur Preissetzungsmacht eines Unternehmens. Firmen mit starken Marken, Patenten oder wenig Konkurrenz können höhere Kosten an die Kunden weitergeben, ohne viel Absatz zu verlieren. Schweizer Luxusgüterhersteller oder Spezialchemiefirmen werden oft so beurteilt. In Inflationsphasen trennt sich hier die Spreu vom Weizen: Wer Preise nicht durchsetzen kann, verliert Marge. Auch Notenbanken und Steuerpolitik nutzen das Konzept, etwa bei der Wirkung von Lenkungsabgaben.
Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.