Kostenüberwälzung
Auch gesucht als: Preissetzungsmacht, Pricing Power, Preiserhöhungen weitergeben, Kostenweitergabe, Pass-through
- 🇬🇧 Englisch
- cost pass-through
- 🇫🇷 Französisch
- répercussion des coûts
- 🇮🇹 Italienisch
- trasferimento dei costi
Kostenüberwälzung bedeutet, dass ein Unternehmen gestiegene Kosten für Rohstoffe, Energie, Löhne oder Transport über höhere Verkaufspreise an seine Kundschaft weitergibt.
Ob das gelingt, hängt von der Preissetzungsmacht ab: Firmen mit starken Marken, wenig Konkurrenz oder unverzichtbaren Produkten können Preise eher erhöhen, ohne viele Kunden zu verlieren. Wer dagegen austauschbare Ware verkauft, muss höhere Kosten oft selbst tragen. Häufig geschieht die Überwälzung zudem mit Verzögerung, weil Preise vertraglich fixiert sind oder erst bei der nächsten Verhandlungsrunde angepasst werden können.
Für Anleger ist die Fähigkeit zur Kostenüberwälzung ein wichtiger Qualitätsfaktor, besonders in Phasen hoher Inflation. In der Teuerungswelle ab 2021 zeigte sich, dass Hersteller von Markenartikeln oder Luxusgütern ihre Margen besser halten konnten als viele Zulieferer. Gesamtwirtschaftlich kann eine breite Überwälzung die Inflation verstärken – ein Mechanismus, den auch die SNB bei ihren Prognosen genau beobachtet.
Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.