Privatkonsum
Auch gesucht als: privater Konsum, Konsumausgaben, Konsum der privaten Haushalte, Private Consumption, Consumer Spending
- 🇬🇧 Englisch
- private consumption
- 🇫🇷 Französisch
- consommation privée
- 🇮🇹 Italienisch
- consumo privato
Der Privatkonsum umfasst alle Ausgaben der privaten Haushalte für Waren und Dienstleistungen – von Lebensmitteln über Mieten bis zu Ferien. Er ist in den meisten Industrieländern die grösste Komponente des Bruttoinlandprodukts (BIP).
In der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung bildet der Privatkonsum zusammen mit dem Staatskonsum, den Investitionen und dem Aussenhandelssaldo das BIP von der Verwendungsseite her. In der Schweiz macht er rund die Hälfte der Wirtschaftsleistung aus, in den USA deutlich mehr. Bestimmt wird er vor allem durch das verfügbare Einkommen, die Beschäftigungslage, die Teuerung, die Zinsen und die Stimmung der Konsumenten. Steigt die Sparquote, bleibt bei gleichem Einkommen weniger für den Konsum übrig.
Weil der Privatkonsum in der Regel weniger stark schwankt als Investitionen oder Exporte, wirkt er in Abschwüngen oft stabilisierend. In der Schweiz stützt zudem das Bevölkerungswachstum durch Zuwanderung den Gesamtkonsum, auch wenn der Konsum pro Kopf schwächer wächst. Für Anleger ist die Entwicklung vor allem für konsumnahe Branchen wichtig: Detailhändler, Nahrungsmittelhersteller, Gastronomie oder Luxusgüterkonzerne reagieren unterschiedlich stark auf Veränderungen der Kaufkraft.
Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.