Wertpapierhaus
Auch gesucht als: Effektenhändler, Broker, Wertpapierfirma, Securities Firm, Investment Firm
- 🇬🇧 Englisch
- securities firm
- 🇫🇷 Französisch
- maison de titres
- 🇮🇹 Italienisch
- società di intermediazione mobiliare
Ein Wertpapierhaus ist ein Finanzinstitut, das gewerbsmässig mit Effekten handelt – für Kunden oder auf eigene Rechnung – oder als Market Maker Kurse stellt. In der Schweiz braucht es dafür eine Bewilligung der FINMA.
Der Begriff wurde 2020 mit dem Finanzinstitutsgesetz (FINIG) eingeführt und ersetzt den früheren «Effektenhändler» aus dem Börsengesetz. Unterschieden werden Wertpapierhäuser, die für Kunden handeln und dafür Konten führen dürfen, solche, die vor allem auf eigene Rechnung handeln, sowie Market Maker. Anders als Banken dürfen Wertpapierhäuser keine Publikumseinlagen entgegennehmen; Kundengelder auf ihren Konten dienen nur der Abwicklung von Wertschriftengeschäften.
Für Wertpapierhäuser gelten ähnliche Anforderungen an Organisation, Eigenmittel und Gewähr für einwandfreie Geschäftstätigkeit wie für Banken. Viele Banken verfügen zugleich über eine Bewilligung als Wertpapierhaus. Im Ausland heissen vergleichbare Institute Broker-Dealer oder, in der EU, Wertpapierfirmen gemäss MiFID II. Für Anleger ist wichtig, dass ein Online-Broker in der Schweiz oder seinem Sitzland beaufsichtigt ist.
Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.