💳 Zahlungsverkehr & Bankgeschäft

Zinsmarge

Auch gesucht als: Zinsdifferenzgeschäft, Nettozinsmarge, negative Zinsmarge, Net Interest Margin, NIM

🇬🇧 Englisch
net interest margin
🇫🇷 Französisch
marge d'intérêt
🇮🇹 Italienisch
margine di interesse
Kurz erklärt

Die Zinsmarge ist die Differenz zwischen den Zinsen, die eine Bank für Kredite erhält, und den Zinsen, die sie für Einlagen bezahlt. Sie ist für viele Banken die wichtigste Ertragsquelle.

Die Nettozinsmarge setzt den Zinsertrag nach Abzug der Zinskosten ins Verhältnis zu den zinstragenden Aktiven. Typische Werte liegen bei Retailbanken im Bereich von gut einem bis zwei Prozent. Die Marge hängt vom Zinsniveau, vom Wettbewerb und von der Zinskurve ab: Banken leihen oft kurzfristig und verleihen langfristig, profitieren also von einer steilen Zinskurve. Eine negative Zinsmarge entsteht, wenn Einlagen teurer sind als die Erträge aus Krediten.

Wie stark das Zinsumfeld wirkt, zeigte die Zeit der Negativzinsen der SNB von 2015 bis 2022: Banken konnten den Sparern kaum negative Zinsen belasten, mussten aber tiefere Hypothekarzinsen akzeptieren – die Margen schrumpften. Mit der Zinswende 2022 verbesserte sich die Lage zunächst deutlich. Für Anleger ist die Zinsmarge daher eine zentrale Kennzahl, um die Ertragskraft von Kantonalbanken und anderen Zinsbanken zu beurteilen.

Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.