Zinsobergrenze
Auch gesucht als: Zinsdeckel, Cap, Höchstzins, Zinscap, Interest Rate Cap
- 🇬🇧 Englisch
- interest rate cap
- 🇫🇷 Französisch
- plafond de taux (cap)
- 🇮🇹 Italienisch
- tetto massimo dei tassi (cap)
Eine Zinsobergrenze legt fest, wie hoch ein Zinssatz höchstens steigen darf. Sie kann vertraglich vereinbart werden – etwa bei variablen Krediten – oder gesetzlich vorgeschrieben sein, zum Beispiel bei Konsumkrediten.
Im Finanzmarkt ist ein Cap ein Derivat: Der Käufer bezahlt eine Prämie und erhält Ausgleichszahlungen, wenn der Referenzzins über die vereinbarte Grenze steigt. So können Unternehmen oder Hypothekarschuldner einen variablen Kredit behalten und sich trotzdem gegen starke Zinsanstiege absichern. Einige Banken boten in der Schweiz zeitweise Hypotheken mit eingebautem Cap an. Der Schutz hat seinen Preis, der umso höher ist, je tiefer die Grenze liegt.
Gesetzliche Höchstzinsen sollen Kreditnehmer vor Wucher schützen. In der Schweiz legt der Bundesrat gestützt auf das Konsumkreditgesetz einen Höchstzinssatz fest; er liegt derzeit bei 10 % für Barkredite und 12 % für Überziehungskredite auf Konten und Kreditkarten. Ökonomen weisen darauf hin, dass zu tiefe Obergrenzen dazu führen können, dass Personen mit schwacher Bonität gar keinen Kredit mehr erhalten.
Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.