Airbus verfehlt Umsatzerwartung im dritten Quartal, hält aber am Rekordziel von 870 Auslieferungen fest
Der Flugzeugbauer Airbus hat im dritten Quartal 2 % weniger umgesetzt, obwohl Analysten mit einem Plus gerechnet hatten. Die Jahresziele bleiben unverändert, darunter rund 870 ausgelieferte Verkehrsflugzeuge. Die Aktie gab im nachbörslichen Handel leicht nach.
Airbus hat am Mittwochabend, 28. Oktober, nach Börsenschluss seine Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt. Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahr um 2 % auf 17,47 Mrd. Euro, umgerechnet rund CHF 16,1 Mrd. Analysten hatten laut finanzen.net mit 17,9 Mrd. Euro gerechnet. Das bereinigte EBIT, also der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern ohne Sondereffekte, ging um 9 % auf 1,77 Mrd. Euro zurück. Damit lag es im Rahmen der Erwartungen.
Besser fiel der Reingewinn aus. Er stieg um rund 20 % auf 1,34 Mrd. Euro, getragen von positiven Einmaleffekten. Der Gewinn je Aktie erhöhte sich von 1,41 auf 1,70 Euro. Analysten hatten 1,67 Euro erwartet.
Weniger Auslieferungen im Sommer
Als Gründe für das schwächere Quartal nennt Airbus vor allem weniger ausgelieferte Verkehrsflugzeuge sowie einen ungünstigeren Produktmix in der Flugzeugsparte und beim Helikoptergeschäft. Konzernchef Guillaume Faury sprach laut Agenturberichten von einem komplexen Umfeld, sowohl weltpolitisch als auch im operativen Geschäft.
Ein Dauerthema bleibt die Lieferkette. Faury hatte im Laufe des Jahres wiederholt kritisiert, dass der Triebwerkshersteller Pratt & Whitney zu wenige Turbinen für die Mittelstreckenfamilie A320neo liefere. Hinzu kommen in diesem Jahr deutlich gestiegene Preise für Kerosin, die die Fluggesellschaften belasten.
Schlussquartal muss viel liefern
An den Jahreszielen hält Airbus fest. Der Konzern will 2026 rund 870 Verkehrsflugzeuge ausliefern, nach 793 im Vorjahr. Das wäre knapp mehr als der bisherige Rekord von 863 Maschinen aus dem Jahr 2019. Das bereinigte EBIT soll auf rund 7,5 Mrd. Euro steigen (2025: 7,1 Mrd. Euro), der freie Mittelzufluss vor Kundenfinanzierungen bei rund 4,5 Mrd. Euro stagnieren.
Bis Ende September hatte Airbus nach eigenen Monatsdaten 547 Flugzeuge übergeben, 8 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Um das Ziel zu erreichen, müssen im vierten Quartal also noch rund 323 Maschinen folgen. Rückenwind gibt der Auftragsbestand. Er umfasste Ende September über 9300 Passagier- und Frachtflugzeuge, was mehr als zehn Jahren Produktion entspricht.
Die Börse reagierte verhalten. Auf der Handelsplattform Tradegate verlor die Aktie nach Veröffentlichung zeitweise rund 1 % auf 190,48 Euro. Der reguläre Handel an der Pariser Börse beginnt am Donnerstag um 9 Uhr.
Quellen
- Airbus-Aktie im Minus: Konzern bekräftigt Jahresprognose nach schwächerem Sommer (28.10.2026) – finanzen.net
- Airbus sieht sich trotz schwächerem Sommer auf Kurs zu Rekordjahr (28.10.2026) – ARIVA.DE / dpa-AFX
- Airbus auf Kurs zu Rekordjahr (28.10.2026) – aero.de
- Airbus delivers 72 jets in September as order backlog falls by 58 aircraft (08.10.2026) – Airdata News
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.