Rohstoffe

Aramco verdient 36 Mrd. Dollar (CHF 30 Mrd.) im Quartal: Bereinigt beträgt das Plus jedoch nur 9 %

3. November 2026, 07:26 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Der saudische Ölkonzern profitiert vom Iran-Krieg: Der Nettogewinn steigt im dritten Quartal um 34 %, bereinigt um 9 %. Hohe Ölpreise und starke Raffinerien wiegen die Angriffe auf Energieanlagen auf. Gegenüber dem Vorquartal ging der Gewinn aber zurück.

Saudi Aramco meldete am 3. November über die Börse Tadawul einen Nettogewinn von 36,25 Mrd. Dollar (CHF 29,6 Mrd.) für die Monate Juli bis September. Das sind rund 34 % mehr als die 26,9 Mrd. Dollar (CHF 22 Mrd.) des Vorjahres. Aussagekräftiger ist der bereinigte Nettogewinn: Er stieg um 9 % auf 31,2 Mrd. Dollar (CHF 25,5 Mrd.). Warum die beiden Werte so weit auseinanderliegen, geht aus den vorliegenden Berichten nicht hervor.

Bloomberg-Schätzungen hatten beim bereinigten Gewinn umgerechnet nur rund 28,8 Mrd. Dollar (CHF 23,5 Mrd.) vorgesehen. Gegenüber dem zweiten Quartal, als umgerechnet rund 33,4 Mrd. Dollar (CHF 27,3 Mrd.) anfielen, ging der Gewinn allerdings zurück, weil die Ölpreise von ihren Jahreshöchstständen nachgaben.

Ölpreis und Raffinerien als Treiber

Aramco erzielte im Quartal durchschnittlich 95,2 Dollar (CHF 78) pro Fass Rohöl. Im Vorjahr waren es 70,1 Dollar (CHF 57), im Vorquartal 108,1 Dollar (CHF 88). Zusätzlich half das Geschäft mit Raffinerien und Chemie: Das operative Ergebnis des sogenannten Downstream-Bereichs lag dank besserer Raffineriemargen um 234 % über dem Vorjahreswert.

Der freie Cashflow, also das Geld, das nach Investitionen übrig bleibt, stieg auf 28,2 Mrd. Dollar (CHF 23,1 Mrd.) nach 23,6 Mrd. Dollar (CHF 19,3 Mrd.). Die Basisdividende für das Quartal erhöht Aramco um 3,5 % auf 21,9 Mrd. Dollar (CHF 17,9 Mrd.). Die Nettoverschuldung im Verhältnis zum Kapital sank bis Ende September auf 5,5 %, nach 6,2 % Ende Juni.

Angriffe bleiben ein Risiko

CEO Amin Nasser sagte, geopolitische Unsicherheit und Angriffe auf wichtige Energieanlagen hätten die weltweite Energieversorgungskrise weiter verschärft. In den vergangenen Monaten griffen die vom Iran unterstützten Huthi saudische Ölanlagen an, Pipelines und Verladungen am Roten Meer wurden zeitweise ausgesetzt. Aramco baut deshalb laut Investing.com Lagerkapazitäten im Ausland aus.

Die Strategie geht über Öl hinaus: Für rund 2,6 Mrd. Dollar (CHF 2,1 Mrd.) in Sachwerten und Barmitteln übernahm der Konzern 49 % an der saudischen KI-Firma Humain. Die Investitionen sanken gegenüber dem Vorjahr, von umgerechnet rund 12,6 Mrd. auf 10,5 Mrd. Dollar (von CHF 10,3 Mrd. auf 8,6 Mrd.).

Quellen

  1. Aramco posts 34% jump in Q3 profit despite attacks on energy infrastructure (03.11.2026) – The National
  2. Aramco Q3 profit rises more than expected on oil price windfall (03.11.2026) – Investing.com
  3. Saudi Aramco Profits Surge 34.6% in Third Quarter (03.11.2026) – Asharq Al-Awsat

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.