Schweiz: Arbeitslosenquote bleibt im Oktober bei 3,0 %, aber 4,3 % mehr Arbeitslose als vor einem Jahr
Die Arbeitslosenquote in der Schweiz verharrte im Oktober bei 3,0 %. Hinter der stabilen Zahl stehen jedoch 141 015 gemeldete Arbeitslose, rund 50 % mehr als vor drei Jahren. Bei den offenen Stellen zeigt sich ein gemischtes Bild.
Ende Oktober waren bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) 141 015 Personen als arbeitslos gemeldet. Das sind 535 mehr als Ende September, ein Plus von 0,4 %. Das teilte das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am 5. November mit. Die Quote blieb unverändert bei 3,0 %, die saisonbereinigte Quote bei 3,1 %.
Im Vergleich zum Oktober 2025 stieg die Zahl um 5803 Personen oder 4,3 %. Der längere Vergleich zeigt das Ausmass deutlicher: Im Oktober 2023 waren laut «20 Minuten» 93 563 Personen arbeitslos gemeldet, im Oktober 2024 rund 116 000. Heute sind es also rund 50 % mehr als vor drei Jahren. Die Zeitung schreibt, die Zahl liege fast wieder auf dem Niveau der Corona-Krise. Den Tiefstand der letzten 20 Jahre hatte die Schweiz demnach 2022 erreicht.
Mehr Stellensuchende, weniger gemeldete Stellen
Die Zahl der Stellensuchenden kletterte um 1,1 % auf 230 001. Dazu zählen neben den Arbeitslosen auch Personen, die zum Beispiel in einem Zwischenverdienst oder einem Programm stehen. Die Stellensuchendenquote stieg von 4,8 % auf 4,9 %. Gegenüber dem Vorjahr sind es 10 305 Personen mehr, ein Plus von 4,7 %.
Die RAV verzeichneten 40 462 offene Stellen. Das sind 8,5 % weniger als im September, aber 5467 oder 15,6 % mehr als vor einem Jahr. Knapp zwei Drittel davon fielen unter die Stellenmeldepflicht, die für Berufsarten mit einer Arbeitslosenquote von 5 % und mehr gilt.
Kurzarbeit geht zurück
Die Zahlen zur Kurzarbeit treffen mit Verzögerung ein und reichen bis Juli. In diesem Monat waren 7068 Personen betroffen, 1295 weniger als im Juni, ein Minus von 15,5 %. Die Zahl der Betriebsabteilungen sank um 166 auf 473. Im August 2026 endete zudem für 2718 Personen der Anspruch auf Arbeitslosengeld.
Als Gründe für den Anstieg über die Jahre nennt «20 Minuten» unter anderem den Stellenabbau bei der UBS, den Einsatz von künstlicher Intelligenz und zurückhaltende Firmen. Diese Einordnung stammt von der Zeitung, nicht vom Seco.
Quellen
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.