Schweiz

Arbonia senkt die Prognose: Schwaches Deutschland-Geschäft drückt den Thurgauer Türenhersteller

2. November 2026, 08:35 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Arbonia erwartet für 2026 kein Wachstum mehr, sondern einen Umsatz von rund CHF 625 Mio. Das EBITDA soll nur noch rund CHF 50 Mio. erreichen statt der bisher erwarteten CHF 57,3 Mio. Vor allem die deutsche Tochter Garant kommt langsamer in Tritt als geplant.

Arbonia hat am 2. November um 7 Uhr per Ad-hoc-Mitteilung ihren Ausblick für 2026 gesenkt. Der Türenhersteller aus Arbon rechnet noch mit einem Umsatz auf Vorjahreshöhe von rund CHF 625 Mio. Bisher hatte er ein Wachstum von 3 bis 5 % in Aussicht gestellt. Das EBITDA, also der Betriebsgewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, soll bei rund CHF 50 Mio. liegen. Geplant war das Vorjahresniveau von CHF 57,3 Mio. Das entspricht einer Senkung um knapp 13 %. Die übrigen Vorgaben bleiben unverändert.

Deutschland belastet, Rest Europas läuft

Die Hauptursache liegt in Deutschland. Die Nachfrage im Neubau und bei Renovationen blieb laut Arbonia hinter den Annahmen zurück, seit Mitte Jahr hat sich der Markt weiter abgeschwächt. Hinzu kommen wegen der geopolitischen Spannungen höhere Material- und Frachtkosten. In einzelnen deutschen Segmenten ist der Auftragseingang verhalten, und der Preisdruck hat zugenommen.

Bei der deutschen Tochter Garant sieht das Unternehmen immerhin Fortschritte im Betrieb. Nach der Einführung des neuen SAP-Systems, einer Software zur Steuerung der Firmenabläufe, seien die Prozesse stabil und die Lieferleistung liege über dem Stand vor der Umstellung. Die Erholung des Umsatzes dauert wegen des schwächeren Markts aber länger als angenommen.

Ausserhalb Deutschlands läuft das Geschäft laut Mitteilung solide bis sehr gut. Für die Gesellschaften ohne Garant erwartet Arbonia ein EBITDA-Wachstum von über 15 % gegenüber dem Vorjahr. Die Sparte Glaslösungen entwickelt sich insgesamt positiv.

Sparprogramm wirkt ab 2027

Gegensteuern soll ein bereits weitgehend umgesetztes Kosten- und Effizienzprogramm. Es soll ab 2027 jährlich mindestens CHF 5 Mio. einsparen, unter anderem durch Personalanpassungen und schlankere Führungsstrukturen. Zudem will Arbonia die Abhängigkeit vom deutschen Markt und vom Wohnungsneubau senken, etwa mit neuen Märkten, dem Geschäft mit Grossprojekten und dem Vertrieb über Baumärkte.

Die Aktie schloss am 30. Oktober bei 4.15 Franken. Wie der Markt auf die Senkung reagiert, zeigte sich bei Redaktionsschluss vor Handelsbeginn noch nicht.

Quellen

  1. EQS-Adhoc: Arbonia passt Ausblick für 2026 an und erwartet weiterhin solide Entwicklung (02.11.2026) – Arbonia / EQS
  2. Arbonia senkt wegen schwachem Geschäft in Deutschland die Prognose (02.11.2026) – cash.ch / AWP

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.