AT&S: Rekordumsatz von 682 Mio. Euro (CHF 626 Mio.), doch die Aktie fällt zeitweise um fast 13 %
Der österreichische Hersteller von Leiterplatten und Chipträgern verdient dank KI-Nachfrage so viel wie nie in einem Quartal. Anleger stören sich dennoch am schwachen Cashflow, nachdem sich der Kurs 2026 mehr als verdreifacht hatte.
AT&S hat am 5. November die Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal vorgelegt, das Ende September abschloss. Der Umsatz stieg um 52 % auf 681,9 Mio. Euro (CHF 626 Mio.), der höchste Wert der Firmengeschichte. Das EBITDA verbesserte sich auf 244 Mio. Euro (CHF 224 Mio.) nach 104,1 Mio. Euro (CHF 96 Mio.), die Marge auf 35,8 % von 23,3 %. Unter dem Strich blieben 125,4 Mio. Euro (CHF 115 Mio.), nach einem Verlust von 7,6 Mio. Euro (CHF 7 Mio.) im Vorjahr.
Im Halbjahr wuchs der Umsatz um 45,4 % auf 1,23 Mrd. Euro (CHF 1,13 Mrd.). Konzernchef Michael Mertin sagte der Nachrichtenagentur APA laut «Der Standard», der KI-Boom sei noch lange nicht zu Ende. Die Jahresziele bestätigte AT&S: währungsbereinigt 45 bis 55 % mehr Umsatz und eine EBITDA-Marge von 32 bis 37 %. Eine Anhebung gab es nicht.
Der Cashflow als Schwachpunkt
Der Kurs reagierte heftig. Um 9.11 Uhr lag die Aktie in Wien laut Goldesel 12,8 % im Minus bei 117,40 Euro (CHF 108), später verringerte sich der Verlust laut Yahoo Finance auf rund 7,5 %. Bis zum Vortag hatte das Papier seit Jahresbeginn 264,6 % zugelegt, die Messlatte lag also hoch.
Als Schwachstelle gilt der Geldfluss. Der operative Cashflow sank im Halbjahr um 52 % auf 100,4 Mio. Euro (CHF 92 Mio.). Der operative Free Cashflow lag bei minus 11 Mio. Euro (CHF 10 Mio.). AT&S verweist darauf, dass er ohne das verkleinerte Factoring-Programm, den Verkauf von Forderungen an Finanzierer, rund 120 Mio. Euro (CHF 110 Mio.) betragen hätte. Für das Gesamtjahr stellt der Konzern einen positiven Wert in Aussicht.
Milliarden für Malaysia
Im laufenden Jahr plant AT&S Investitionen von 1,0 bis 1,2 Mrd. Euro (CHF 0,9 bis 1,1 Mrd.). Die Erweiterung im malaysischen Kulim soll insgesamt 1,5 bis 2,0 Mrd. Euro (CHF 1,4 bis 1,8 Mrd.) kosten und stützt sich laut Unternehmen auf langfristige Kundenverträge, unter anderem mit AMD. Die Verschuldung ging zurück: Die Nettoschulden sanken auf das 2,0-Fache des EBITDA, nach dem 3,2-Fachen Ende März.
Quellen
- EQS-News: AT&S erzielt Rekordergebnis im zweiten Quartal und bestätigt den Ausblick für das Geschäftsjahr 2026/27 (05.11.2026) – AT&S / onvista
- AT&S meldet Rekordumsatz und profitiert stark vom KI-Boom (05.11.2026) – Der Standard
- AT&S Austria Techn. Aktie: Rekordquartal, bestätigter Ausblick (05.11.2026) – Goldesel
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.